Unsere Corona-Zeit – Eine Familienchronik Teil 1: März 2020 – Als sich alles änderte
Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als mir klar wurde, dass das hier kein normaler Sturm im Wasserglas wird.
Es war März 2020. An einer Tankstelle in Coburg standen zwei Menschen mit Masken. Ich saß im Auto und habe sie angestarrt. Nicht weil ich sie verurteilte. Sondern weil ich zum ersten Mal das Gefühl hatte: das wird jetzt komisch hier.
Und so war es.


Was dann kam, war für unsere Familie keine Statistik. Kein Inzidenzwert, kein Pressebriefing, kein politisches Abstrakt. Es war konkret, es war laut, es war teuer – im wahrsten Sinne des Wortes. Es hat uns Geld gekostet, Nerven, Schlaf, Gesundheit. Und es hat Spuren hinterlassen, die bis heute nicht weg sind.
Meine Frau Katrin. Unsere Töchter Celine und Bianca. Unser Sohn Marc. Und ich. Wir alle haben diese Zeit anders erlebt. Und wir alle haben dafür bezahlt – auf unterschiedliche Art.
Was auf den folgenden Seiten steht, ist kein Angriff. Keine Verschwörungstheorie. Kein Rant eines Querdenkers. Es ist das, was wirklich passiert ist. Bei uns, in Weitramsdorf, im Landkreis Coburg, im Freistaat Bayern.
Ich habe die Unterlagen noch. Die Briefe, die Bußgeldbescheide, die Atteste, die Gerichtstermine, die Arztberichte. Ich habe die Fotos. Ich habe die Mails.
Und jetzt schreibe ich es auf. Nicht weil ich Recht haben will. Sondern weil es passiert ist.
Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.
