Geschichte der Straßenmeisterei Coburg

Eine Chronik der Entwicklung des Betriebsdienstes im Raum Coburg.
Die Geschichte der Straßenmeisterei Coburg
Die Straßenmeisterei Coburg ist Teil der staatlichen Straßenbauverwaltung des Freistaats Bayern und organisatorisch dem Staatlichen Bauamt Bamberg zugeordnet. Von hier aus wird der Betriebsdienst auf Bundes- und Staatsstraßen im Raum Coburg organisiert.
Zu den Aufgaben der Meisterei gehören unter anderem der Winterdienst, die Unterhaltung der Straßen, die Pflege von Straßenbegleitgrün sowie die Verkehrssicherung. Ziel dieser Arbeiten ist es, die Verkehrsinfrastruktur dauerhaft funktionsfähig und sicher zu halten.
Die heutige Betriebsstätte an der Lauterer Straße entstand Anfang der 2000er Jahre. Zuvor war die Straßenmeisterei viele Jahre im nahegelegenen Niederfüllbach angesiedelt. Mit dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in der Region – insbesondere durch den Bau der Bundesautobahn A73 – veränderten sich die Anforderungen an den Betriebsdienst erheblich.
Diese Chronik dokumentiert die Entwicklung der Straßenmeisterei Coburg von ihren früheren Standorten bis zur heutigen Organisation. Neben baulichen Veränderungen werden auch organisatorische Entwicklungen sowie wichtige Meilensteine der Dienststelle dargestellt.


Der Standort Niederfüllbach – die Anfänge der Straßenmeisterei Coburg
Bevor die Straßenmeisterei Coburg ihren heutigen Standort an der Lauterer Straße erhielt, befand sich der Betriebshof über viele Jahrzehnte im nahegelegenen Niederfüllbach. Dort entstand in den 1950er-Jahren eine eigenständige Straßenmeisterei, die als Stützpunkt für den staatlichen Straßenunterhalt im Coburger Raum diente.
Die Anlage war ursprünglich deutlich kleiner als der heutige Betriebshof. Mit dem wachsenden Straßennetz und steigenden Anforderungen an den Betriebsdienst wurde der Standort jedoch mehrfach erweitert. In den 1970er- und 1980er-Jahren entstanden zusätzliche Hallen für Lastkraftwagen und Unimog-Fahrzeuge, die im Winterdienst und bei Unterhaltungsarbeiten eingesetzt wurden.
Eine wichtige Veränderung ergab sich mit dem Ausbau der Bundesstraße B4 zwischen Untersiemau und Coburg. Durch den vierstreifigen Ausbau dieser wichtigen Verkehrsverbindung wuchs der Betreuungsumfang der Straßenmeisterei erheblich. In diesem Zusammenhang wurde auch der Betriebshof personell und organisatorisch erweitert.
Über viele Jahre hinweg bildete Niederfüllbach damit das Zentrum des staatlichen Straßenbetriebs im Raum Coburg. Von hier aus wurden Bundes- und Staatsstraßen betreut, Winterdienste organisiert und die tägliche Verkehrssicherung gewährleistet.
Erst Ende der 1990er-Jahre zeichnete sich ab, dass der Standort den steigenden Anforderungen langfristig nicht mehr gerecht werden konnte. Die Planung für einen neuen, größeren Betriebshof begann im Jahr 1999. In den folgenden Jahren wurde schrittweise der Umzug in die neue Straßenmeisterei in Coburg vorbereitet.
Zwischen 2001 und 2003 erfolgte schließlich der Wechsel an den heutigen Standort an der Lauterer Straße. Mit der Inbetriebnahme der neuen Anlage endete die jahrzehntelange Geschichte der Straßenmeisterei in Niederfüllbach.Der Bau der Autobahn A73 – neue Herausforderungen für die Straßenmeisterei
Mit dem Bau der Bundesautobahn A73 entstand Anfang der 2000er-Jahre eine der größten infrastrukturellen Veränderungen im Raum Coburg. Die neue Nord-Süd-Verbindung zwischen Thüringen und Oberfranken sollte langfristig eine wichtige Verkehrsachse zwischen Suhl, Coburg, Lichtenfels und Nürnberg bilden.
Für die Straßenmeisterei Coburg bedeutete dieses Projekt eine grundlegende Veränderung der zukünftigen Aufgaben. Neben den Bundes- und Staatsstraßen kam erstmals auch der Betriebsdienst auf einer Autobahn hinzu.
Ein besonders anspruchsvoller Abschnitt der Bauarbeiten befand sich im Bereich bei Rottenbach. Dort musste die Trasse der Autobahn teilweise durch massiven Fels geführt werden. Beim Aushub stießen die Bauarbeiten auf große Felsformationen, die nur mit erheblichem technischen Aufwand abgetragen werden konnten.
Zeitzeugenberichte und Fotografien aus dieser Bauphase zeigen eindrucksvoll die Dimensionen dieser Arbeiten. Auf einigen Bildern wirken selbst große Bagger neben den freigelegten Felsblöcken beinahe wie Spielzeug. Die schwierigen geologischen Bedingungen trugen dazu bei, dass sich der Bau dieses Abschnitts über einen längeren Zeitraum erstreckte.
Mit der Eröffnung des Teilstücks zwischen Eisfeld und Coburg im November 2002 übernahm die Straßenmeisterei Coburg erstmals Aufgaben im Autobahnbetriebsdienst. Dazu gehörten unter anderem Winterdienst, Verkehrssicherung sowie die Unterhaltung der neuen Verkehrsanlage.
Der Bau der A73 stellte damit einen entscheidenden Wendepunkt für die Entwicklung der Straßenmeisterei dar und führte langfristig auch zur Planung einer neuen, größeren Betriebsstätte in Coburg.
Neubau der Straßenmeisterei Coburg (2000–2004)
Mit dem Ausbau der Bundesautobahn A73 veränderten sich die Anforderungen an den Betriebsdienst im Raum Coburg grundlegend. Der bisherige Standort der Straßenmeisterei in Niederfüllbach war für diese neuen Aufgaben nur noch eingeschränkt geeignet.
Ein wesentliches Problem war die fehlende direkte Anbindung an eine leistungsfähige Verkehrsachse. Besonders im Winterdienst hätte dies bedeutet, dass Einsatzfahrzeuge mit montierten Schneepflügen zunächst durch den Stadtverkehr von Coburg fahren müssten, um auf die Autobahn oder auf wichtige Bundesstraßen zu gelangen. Für die großen Winterdienstfahrzeuge mit seitlichen Schneepflügen wäre dies im täglichen Einsatz kaum praktikabel gewesen.
Auch die zunehmende Größe der Fahrzeugflotte stellte den alten Standort vor Herausforderungen. Mit der Betreuung zusätzlicher Strecken – insbesondere durch die Autobahn – wuchs der Bedarf an Fahrzeugen, Lagerflächen und technischer Ausstattung. Hinzu kamen neue Anforderungen wie die Unterbringung von Warnleittechnik sowie größere Salzlager und Werkstattflächen.
Aus diesen Gründen begann im Jahr 1999 die Planung für einen neuen Standort der Straßenmeisterei. Als geeigneter Standort wurde ein Gelände auf der Lauterer Höhe in Coburg ausgewählt. Zu dieser Zeit war das Gebiet noch weitgehend unbebaut. Wichtige Einrichtungen, die heute das Umfeld prägen – wie etwa großflächige Gewerbeansiedlungen oder Veranstaltungsstätten – entstanden erst in den darauffolgenden Jahren.
Der Bau der neuen Straßenmeisterei begann um das Jahr 2000 parallel zu den Arbeiten an der Autobahn A73. Die Bauphase zog sich über mehrere Jahre, da zunächst auch die notwendigen Zufahrtswege und die infrastrukturelle Anbindung des Geländes geschaffen werden mussten.
Zwischen 2002 und 2003 erfolgte schrittweise der Umzug vom Standort Niederfüllbach in die neue Anlage. Mit der Fertigstellung der Gebäude standen moderne Fahrzeughallen, Werkstattbereiche, Lagerflächen sowie eine eigene Tankanlage zur Verfügung, die speziell auf die Anforderungen des Betriebsdienstes ausgelegt waren.
Im April 2004 wurde die neue Straßenmeisterei Coburg offiziell eingeweiht. Mit dem Umzug endete die jahrzehntelange Nutzung des Standorts Niederfüllbach und es begann ein neues Kapitel für den staatlichen Straßenbetriebsdienst im Coburger Raum.






























